Mehr Spaß durch Hindernisse?

In der französischen Schweiz wird seitens der Vereinigung ASCS, die die Eventserie LE CHAMPIONNAT SUISSE im LAUFHUNDESPORT jährlich ausgeträgt, laut nachgedacht: Künftig soll das Tempo zugunsten von “mehr Spaß” zurückgenommen werden.

Le Journal de Jura informierte in einem heutigen Kurzbericht über grundlegende Überlegungen, welche Willy Charmillot und sein Team aufgrund der Bilanz der vergangenen zehn Rennsaisonen ziehen. Anlass des Ganzen ist die Tatsache, dass der Leistungsaspekt und damit das Tempo mehr und mehr im Mittelpunkt der Eventserie steht. Deshalb denken die Verantwortlichen von ASCS (Kürzel für Association Sportive Cynophile Suisse, dahinter steht “la Fédération suisse de canicross et bike-joring”, der Schweizer CaniCross-Verband) darüber nach, wie das Tempo an den Rennen gedrosselt werden kann und wie man eine Formel einsetzt, welche Spaß gegenüber von Leistung in den Vordergrund stellt.

Das Resumé der Überlegungen nach insgesamt zehn durchgeführten Schweizermeisterschaften soll bereits nächtes Jahr realisiert werden: Nun soll wohl den Sportlern lediglich eine Distanz zur Verfügung stehen und diese Strecke wird mit Hindernissen versehen sein, die das Tempo vermindern sollen.

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2 thoughts on “Mehr Spaß durch Hindernisse?

  1. Meines Erachtens ist es überhaupt nicht verwerflich, wenn das Ziel und der Fokus einer solchen Eventserie für jeden Teilnehmer nur darauf ausgerichtet ist, das Tempo zu optimieren. Dies liegt in der Natur der Sache, wenn Wettkämpfe veranstaltet werden, die durch Zeitmessung bewertet werden. Jeder Sportler weiß das.
    Ganz klar,
    – dass es dann jedem nur noch darum geht, so schnell als möglich eine Strecke zu absolvieren
    – dass damit der Spaß und das Beisammensein einen anderen Stellenwert erhält ist, eine logische Folge dieser Veranstaltung
    – dass durch den Unterbruch des Rennens via Hindernisse das Tempo etwas gedrosselt werden kann, ist zu erwarten,
    aber ob dadurch der Spaßfaktor steigt, steht absolut in den Sternen!

    Sollte man seitens der Veranstalter nicht einmal grundsätzlich darüber nachdenken, ob die Zeitmessung in JEDEM Event nötig ist? Vielleicht wäre es einen Versuch wert, ein, zwei Events so zu gestalten, dass man lediglich “zum Plausch” mit Gleichgesindten läuft oder mit dem Bike bzw. Scooter unterwegs ist?
    Sicherlich gäbe es viele Laufhundesportler, die genau an so ein Event kommen wollten. Denn wer schon einmal einen privaten Lauftreff oder Bike-/Scootertreff mit über sechs Interessenten organisiert hat, weiß, wie schwierig es ist, wie man das “DANACH” organisiert. Wohin mit den Hunden, während man zusammensitzt. Wo können alle gemeinsam essen? Dies alles wäre doch ohnehin bei einem Event organisiert – weshalb eigentlich nicht einfach mal nur “spaßig” zusammensein und zusammen Sport treiben, ohne den Zeitfaktor?

    – wohin soll der LHS driften?
    – wollen wir uns (immer) gegenseitig mit den schnellsten Zeiten schlagen? oder
    – wollen wir auch ab und zu gemeinsam mit unseren Hunden Spaß haben und uns dennoch sportlich betätigen?

    Jeder comment zum Thema ist erwünscht!

  2. Hallo!
    In erster Linie ist es gut sich mit dem Gedanken auseinander zu setzten, denn die Bestrebungen schneller zu werden, sicher auch bei der eigenen Fitness angesetzt wird in diesem Sport, aber auch immer schnellere Hunde zu haben, oder sie an ihre Leistungsgrenze zu bringen. Der Grundgedanke in unserem Sport ist bestimmt mit seinem Freund Hund Sport zu machen, bei Wettkämpfen ist nun mal der Zeitfaktor ausschlaggebend, ob dies nun mit der angedachten Maßnahme des Schweizer Clubs zu drosseln ist bezweifle ich. Ich sehe das eher so wie bei den Geländeritten der Pferdesportler, man wird trotz der Hindernisse, die zu überwinden sind, versuchen sie in der kürzester Zeit zu nehmen, zwischen den Hindernissen möglicherweise noch mehr “Gas” geben, und der Hund “muß” es mitmachen. Ob das für den Hund schonender ist, daß ist die Frage? Man könnte natürlich bei den Hindernissen Punkte vergeben, zum Beispiel wie souverän und ruhig man mit seinen hündischen Partner zusammengearbeitet hat, dann sieht die Sache vielleicht wieder etwas anders aus. Wenn die Strecken zwischen den Hindernissen dann nicht zu lange sind, machen die kurzen Sprints den Hunden sicher nichts aus, da der Puls wieder etwas herunter kommt.
    Es wird ein “zusätzliches” Segment des CC – Sportes werden, denke ich, aber Canicross und Bikejoering wird sich nicht verdrängen lassen dadurch.
    Ich bin gerne mit Freunden ein verlängertes Wochenende zusammen und mache auch gerne gemeinsam Sport, ich könnte mir vorstellen, am Morgen Trainingsläufe für die Hunde und am Nachmittag, wenn die Hunde versorgt sind, einen kleine Trainingseinheit, wenn möglich mit einem Koordinator, z.B. Rollerski fahren, Lauftechniken, Biketechnik, Pilates, un andere Workouts.
    Liebe Grüße
    Birgit

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